5 Microlearning Mythen

5 Microlearning Mythen

Microlearning gilt derzeit als DER Trend im Bereich Digital Learning. Doch wie bei jedem großen Trend, wird auch der Begriff Microlearning mit einer Reihe von Mythen und Behauptungen in Verbindung gebracht, die für Verwirrung und falschen Vorstellungen sorgen, sodass der wahre Wert von Microlearning oft in den Hintergrund gerät.

Hier sind die 5 häufigsten Microlearning Mythen:

 

MYTHOS #1: MICROLEARNING IST NEU

Microlearning ist nicht wirklich neu. Die Prinzipien, die hinter dem Begriff stehen, finden ihren Ursprung in den Kognitionswissenschaften und sind den meisten Trainern und E-Learning Designern schon einmal begegnet. Aber erst heute – im Zeitalter von straffen Zeitplänen und Smartphones – sind wir dabei, das wahre Potenzial von Microlearning zu entdecken und entsprechend zu nutzen.

 

MYTHOS #2: BEI MICROLEARNING DREHT SICH ALLES UM DIE DAUER

Wenn man Leute fragt, was sie unter Microlearning verstehen, werden die meisten wohl antworten, dass Microlearning-Einheiten kürzer als klassische E-Learning Kurse sind. Und das ist korrekt. Es ist jedoch nicht per se die kürzere Lernzeit, die Microlearning auszeichnet, sondern der Fokus auf ein spezifisches (Lern-)Ziel. Was muss der Mitarbeiter minimal wissen, um eine Aufgabe bestmöglich auszuführen?

Klassische E-Learning Kurse enthalten oft viel zu viele “Nice-to-know”-Informationen, die den Kurs unnötig aufblähen und für längere Lernzeiten sorgen. Oder es wird versucht, alle Informationen zu einem Thema in einen einzigen Kurs zu pressen, statt die Inhalte auf mehrere Lerneinheiten aufzuteilen.

Microlearning-Einheiten konzentrieren sich auf ein spezifisches Ergebnis und beinhalten nur die Informationen, die wirklich notwendig sind, um dieses Ergebnis zu erzielen. Dabei ist es dann egal, ob die Einheit letztendlich 2 oder 15 Minuten lang ist.

 

MYTHOS #3: MICROLEARNING FUNKTIONIERT NUR BEI EINFACHEN THEMEN

Die Prinzipien von Microlearning lassen sich grundsätzlich auf alle arbeitsrelevanten Themen anwenden. Wichtig ist, dass das Problem konkret definiert wird, welches mit Microlearning gelöst werden soll und die Prinzipien richtig angewendet werden. Mögliche Problembeschreibungen / Ziele könnten sein: X% mehr Verkäufe von Produkt XY, X% weniger Arbeitsunfälle als im Vorjahr, X% Kundenzufriedenheit, etc.

 

MYTHOS #4: MICROLEARNING MUSS IMMER VIDEO SEIN

Videos erfreuen sich immer größerer Beliebtheit in der betrieblichen Weiterbildung und werden auch immer häufiger eingesetzt. Dank neuerer technologischer Entwicklungen kann man heutzutage auch mit kleinerem Budget professionelle Videos erstellen (lassen). Kurze Videos eignen sich daher grundsätzlich gut als Microlearning-Format.

Aber es muss nicht immer ein Video sein. Im Gegenteil, manchmal kann ein Video dem selbstgesteuerten Lernen auch entgegenstehen, z.B. wenn der Mitarbeiter während der Arbeit kein Video mit Audio schauen kann, weil er seine Kollegen oder Kunden dadurch stören würde. Hinzu kommt, dass Videos eher passiv konsumiert werden und die Gefahr besteht, dass der Mitarbeiter sich “berieseln” lässt ohne wirklich etwas zu lernen.

Wie bei allen Trainingsinhalten sollte das Medium zur Message, zur Zielgruppe und zum Kontext passen, in welchem es genutzt wird.

Warum ein Video produzieren, wenn ein interaktives Lernmodul oder eine PDF-Arbeitshilfe bessere Ergebnisse liefern kann?

Es gibt viele verschiedene Microlearning-Formate, z.B. Infografiken, Checklisten, Mini-Szenarien, Quizfragen, interaktive Mini-Kurse, Podcasts und viele mehr.

 

MYTHOS #5: MICROLEARNING IST NUR ETWAS FÜR MILLENNIALS

Millennials unterscheiden sich nicht von anderen Generationen was ihre Wünsche und Erwartungen an einen modernen Arbeitsplatz betrifft. Das gilt vor allem für das betriebliche Lernen. Jeder Mitarbeiter ist einzigartig und sollte diejenige Unterstützung erhalten, die ihn tatsächlich weiterbringt.

Durch den klaren Fokus auf ein spezifisches Ergebnis eignen sich Microlearning Module hervorragend für personalisiertes Lernen. So kann sich jeder Mitarbeiter genau so viel Unterstützung holen, wie er braucht.

Microlearning funktioniert daher für alle Mitarbeiter – unabhängig davon welcher Generation sie angehören.

 

 

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