7 Vorteile von Microlearning

7 Vorteile von Microlearning

Vortele Microlearning

Sicher sind Sie dem Begriff “Microlearning” auch schon des Öfteren begegnet. In diesem Artikel erfahren Sie, was Microlearning ist und warum Sie das “Lernen in kleinen Häppchen” in Ihre Trainingsstrategie integrieren sollten.

Was ist Microlearning?

Der Begriff “Microlearning” beschreibt eine Form des (Online-) Lernens, bei der einzelne Lerneinheiten typischerweise nicht länger als 5 bis10 Minuten dauern. Eine Lerneinheit konzentriert sich dabei auf nur ein spezifisches Lernziel. Microlearning-Formate reichen von Videos über Mini-eLearning Kurse und Mini-Szenarien bis hin zu Infografiken und PDF-Arbeitshilfen.

Microlearning wird insbesondere den Bedürfnissen des modernen Lerners gerecht. In der schnellebigen Welt von heute, in der E-Mails und Social-Media Benachrichtigungen im Minutentakt eintrudeln und ein Termin den nächsten jagt, bietet Microlearning Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, Lernen in ihren Arbeitsalltag zu integrieren – mithilfe von kleinen, leicht verdaubaren Wissenshäppchen.

Microlearning wirkt zudem der kognitiven Überlastung (“Cognitive Overload”) entgegen, wodurch die Mitarbeiter die Lerninhalte besser behalten können.

Was sind die Vorteile von Microlearning?

Nachdem wir uns nun mit der Definition von Microlearning befasst haben, lassen Sie uns einen Blick auf die vielen Vorteile von Microlearning werfen.

 

Microlearning hält die Aufmerksamkeit des Lerners aufrecht

Es ist mittlerweile bekannt, dass unsere Aufmerksamkeitsspanne immer geringer wird. In einer Zeit, in der Google und YouTube nur einen Klick entfernt sind, es für alles eine App gibt und wir ständigen Ablenkungen ausgesetzt sind, fällt es dem modernen Lerner oft schwer, sich für längere Zeit auf eine Sache zu konzentrieren.

Hinzu kommt, dass wir einen Großteil neuer Informationen bereits nach ein paar Minuten schon wieder vergessen haben.

Auf Facebook werden Videos typischerweise nicht länger als eine Minute angeschaut. Und selbst auf YouTube – einer Plattform, die speziell für Video-Content gemacht wurde -werden Videos nur selten länger als 4 Minuten angesehen.

Ob es uns gefällt oder nicht – wenn wir E-Learning Inhalte erstellen, sollten wir die geringe Aufmerksamkeitsspanne des modernen Lerners berücksichtigen. Microlearning ist die ideale Wahl, wenn es darum geht, Wissen schnell und effektiv zu vermitteln.

Microlearning sorgt für besseren Praxistransfer

Sie kennen das bestimmt auch. Sie haben viel Zeit und Geld in einen E-Learning Kurs gesteckt, nur um später festzustellen, dass die Mitarbeiter das vermittelte Wissen im Alltag immer noch nicht anwenden.

Das gilt vor allem für Pflichtschulungen. Pflichtschulungen sind per se oft nicht gerade die spannendsten Trainings. Und wie wir oben bereits gesehen haben, schaltet der durchschnittliche Lerner bereits nach ein paar Minuten – zumindest in Gedanken – ab. Die Zahl der abgeschlossenen Kurse sagt schon längst nichts mehr darüber aus, ob Ihre Mitarbeiter die Inhalte auch wirklich verstanden haben und im Alltag anwenden können.

Besser ist es, größere Kurse in kleinere Lerneinheiten zu unterteilen, die kurzweilig und praxisrelevant sind. Micro-Szenarien eignen sich für Pflichtschulungsthemen beispielsweise besonders gut. Dies macht es dem Lerner leichter, die Informationen zu behalten. Fügen Sie am Ende Ihrer Lerneinheit noch einen konkreten “Call to Action” (Handlungsaufforderung) hinzu und Sie sorgen für ein noch besseres Lernergebnis.

Machen Sie jedoch nicht den Fehler und unterteilen Sie einen 60-minütigen Kurs einfach in 4 Kurse á 15 Minuten. Microlearning folgt eigenen didaktischen Grundsätzen, wie z.B. der Fokus auf nur ein Lernziel.

Microlearning führt zu höherer Lernermotivation

Wenn Mitarbeiter einen 45-minütigen E-Learning Kurs bearbeiten müssen, sorgt das meist nicht gerade für Begeisterung. Sicher kennen Sie auch diejenigen Mitarbeiter, die diese “Pflicht” so lange wie möglich hinauszögern – bis die letzte Erinnerung aufblinkt. Und wenn sie den Kurs dann endlich starten, klicken sie sich so schnell wie möglich durch in der Hoffnung den Abschlusstest auch so – durch “Trial and Error” – zu bestehen.

Präsentieren Sie Ihren Mitarbeitern dagegen Lerneinheiten, die in gerade mal 5 Minuten abgeschlossen werden können, ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass die Mitarbeiter diese zeitnah und mit größerer Aufmerksamkeit abschließen.

Können die Mitarbeiter diese kleinen Lerneinheiten auch noch auf ihrem Smartphone aufrufen, erhöht dies die Motivation zusätzlich.

Oft ist es sogar so, dass die Mitarbeiter von sich aus weitere Microlearning Kurse bearbeiten – vor allem, wenn sie die Erfahrung gemacht haben, dass die kurzen Lernnuggets ihnen tatsächlich in ihrem Arbeitsalltag weiterhelfen.

Microlearning sorgt für schnelle Erfolgserlebnisse

Kennen Sie auch das schöne Gefühl, wenn Sie eine Aufgabe auf Ihrer To-Do-Liste abhaken können?

Bei Menschen, die größere Aufgaben in mehrere Teilaufgaben unterteilen, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie ihre Aufgaben erfolgreich beenden. Das kommt daher, dass jedes Abschließen einer Teilaufgabe für ein Erfolgserlebnis sorgt, was wiederum die Motivation erhöht, weitere Teilaufgaben zu erledigen.

Microlearning funktioniert nach dem gleichen Schema.

Jede Microlearning-Einheit, die wir abschließen, sorgt für ein Erfolgserlebnis und wir fühlen uns motivierter, weitere Lerneinheiten zu bearbeiten.

Microlearning lässt sich flexibel in den Arbeitsalltag integrieren

Der moderne Lerner hat einen straffen Arbeitstag – der Terminkalender ist voll, Deadlines müssen eingehalten werden. Da bleibt oft keine Zeit, um “mal eben” einen 30 bis 45-minütigen E-Learning Kurs abzuschließen.

Microlearning lässt sich flexibel in den Arbeitsalltag integrieren. “Wie lege ich nochmal einen neuen Kunden in der Datenbank an?” – ein kurzes Video-Tutorial liefert die Antwort. “Worauf muss ich beim nächsten Kundengespräch achten?” – ein 5-minütiges Mini-Szenario sorgt für eine effektive Vorbereitung. Auch Wartezeiten können so zum Lernen genutzt werden – so können sich Mitarbeiter zum Beispiel mithilfe eines Micro-Moduls noch schnell ein paar Tipps für das nächste Meeting holen.

Microlearning ist ideal für Mobile Learning

Der moderne Lerner kann ohne sein Smartphone nicht mehr leben. Da ist es nur logisch, dass E-Learning Kurse ebenfalls auf dem Smartphone verfügbar sein sollten.

Mit Microlearning ist das gar kein Problem. Kurze Lerneinheiten können auch bei einer nicht ganz so schnellen Internetverbindung geladen werden und ein responsives Design sorgt dafür, dass die Inhalte auch auf einem kleinen Bildschirm lesbar sind.

Viele Lernmanagementsysteme bieten zudem mittlerweile die Möglichkeit für mobiles Lernen, sodass Sie Microlearning Kurse in Ihre bestehende E-Learning Landschaft integrieren können.

Microlearning ist kostengünstiger und effizienter als herkömmliches E-Learning

Kosten dürfen bei der Erstellung von Trainings natürlich nicht vergessen werden. Microlearning-Einheiten sind allein schon aufgrund ihrer Kürze kostengünstiger zu produzieren als herkömmliche E-Learning Kurse.

Zudem lassen sie sich auch viel einfacher aktualisieren und sie können in verschiedenen Lernszenarien wiederverwendet werden. So lassen sich einzelne Microlearning Kurse zum Beispiel zu einer Lernkampagne kombinieren oder in einer “Microlearning Bibliothek” als Ressource zur Verfügung stellen.

Fazit

Das digitale Zeitalter erfordert einen neuen Blick auf die Methoden erfolgreicher Personalentwicklung. Mit Microlearning werden Sie den Bedürfnissen und “Eigenheiten” des modernen Lerners gerecht.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top